Vancouver war der erste Stop auf meiner Reise. Nach einem halben Nervenzusammenbruch in Frankfurt wegen einer fehlenden Maschine, einem ewig langen Flug mit miserablem Essen (ich kann mit dieser Pampe einfach nichts anfangen!) und der schrecklichen Erkenntnis, dass der iPod anscheinend doch NICHT aufgeladen ist, bin ich schließlich am frühen Abend gelandet und wollte eigentlich nur eins: Schlafen! Nach weiteren gefühlten Stunden in der Passkontrolle (ich bin mir vorgekommen wie so ein Superschurke á la Hans Gruber!) bin ich endlich mit dem Skytrain nach Vancouver City aufgebrochen und habe es tatsächlich hinbekommen, mein Hostel beim ersten Versuch zu finden – yay! Die nächsten Tage hatte ich neben einem grauenvollen Jetlag eine wunderschöne Zeit in „Hollywood North“, wie Vancouver auch genannt wird! Heute stelle ich euch erst einmal Deep Cove vor und erzähle ein bisschen was zur Fortbewegung / Unterkunft, im zweiten Post gibt es dann ein paar kleine aber feine Tipps für die Innenstadt!

Vancouver was the first stop on my journey. After lots of trouble at the airport in Germany where I nearly missed my flight (twice!) I finally arrived safely in Vancouver and just wanted to go to sleep immediately. But first I had to find my hostel. Fortunately it is very easy to reach the inner city with the Skytrain. The next few days I had a horrible jetlag but also an amazing time in “Hollywood North”. Today I will talk a little bit about my adventures in Deep Cove and some basics, the second post about Vancouver will cover some great tips for activities in the city itself!

Getting around:
Das Verkehrsnetz in Vancouver ist in drei Zonen aufgeteilt. Will man vom Flughafen in die Innenstadt, muss man alle drei durchfahren, ansonsten bewegt sich der typische Tourist aber eigentlich nur in Zone 1 (war zumindest bei mir so!). Es gibt verschiedene Ticketangebote, die meiner Meinung nach beste Wahl trifft man mit einem Daypass für 9,75. Mit diesem kann man nach Belieben mit dem Bus, dem Skytrain und dem Seabus durch alle drei Zonen reisen und ist am flexibelsten. Kaufen kann man ihn in den unzähligen 7Eleven, die es in der ganzen Stadt gibt.
Wenn man seine Tage allerdings schon im Voraus plant und weiß, dass man sowieso innerhalb einer Zone bleibt bzw. Ziele aufsuchen will, die nicht weit voneinander entfernt liegen, lohnt sich womöglich auch ein One-Way-Ticket für 2,75 Dollar. Das muss dann allerdings passend bar bezahlt werden! Davon abgesehen ist Vancouver eine sehr fußfreundliche Stadt – wenn ihr gerne lauft, lässt sich die Innenstadt auch problemlos ohne jegliche öffentliche Verkehrsmittel erkunden!

It is very easy to move in Vancouver. The traffic system is separated into three parts. When taking the Skytrain from the airport to the city you have to pass all three zones, for moving in the inner city you will most likely only need a ticket for zone 1. In my opinion it is best to buy a day pass for 9,75 because it allows you to use busses, Skytrain and the sea bus in all three zones for a full day. You can get one in nearly every 7Eleven store. Walking is also a great alternative because Vancouver is a beautiful city and most sights can easily be reached by foot!

Accomodation:
Übernachtet habe ich im HI Vancouver Central, einem Hostel, das zum internationalen Jugendherrbergsverband gehört. Es liegt direkt auf der Granville Street, die quasi die Hauptanlaufstelle für alle ist, die abends Party machen wollen. Ein Club reiht sich an den nächsten und es gibt wirklich haufenweise Bars und Restaurants. Es ist immer was los und vor allem abends fand ich es herrlich, gemütlich meinen Burger zu essen und die mitunter doch ziemlich skurrilen Gestalten zu beobachten, die vorbeiliefen.
Gezahlt habe ich für jeweils zwei Nächte 85,00 Dollar im 2er-Dorm und 70,00 Dollar im 4er-Dorm. Das Hostel war sehr sauber und ich habe mich entgegen meiner Erwartungen dort ziemlich wohlgefühlt. Das Frühstück war inklusive, nur war die Küche ziemlich klein und vor allem morgens jedes Mal komplett überfüllt. Aufgrund der Lage war es nachts etwas lauter – aber hey, Ohrstöpsel sind dein Freund!

During my time in Vancouver I stayed at the HI Vancouver Central which is a part of the international hostel community. It’s located directly on Granville Street and is therefore a great starting point to visit some bars and club, because Granville Street is something like the “party spot” in Vancouver. I loved sitting in one the restaurants, eating my burger and watching the people walk by! For two nights in a 2-bed-dorm I paid 85,00 dollar and for the following two nights in a 4-bed-dorm 70,00 dollar. The hostel was really clean and I enjoyed my time there, even though it was a little bit noisy at night!

 

Deep Cove
Aber jetzt zum eigentlichen Thema dieses Posts: Deep Cove: ! Die kleine Gemeinde liegt etwas außerhalb der Stadt im North Vancouver District und ist ideal als Ziel eines Tagesausflugs! Ich bin mit dem Bus dorthin gefahren, was zwar etwas gedauert hat, aber den Zeitaufwand definitiv wert war. Warum? Tja, Deep Cove ist so ein bisschen der Traum jedes Kanadareisenden! Endlose Wälder, ein herrlich blauer See durchzogen von kleinen Inseln und am Ufer das malerische kleine Städtchen. Die Hauptstraße mit einigen wirklich süßen Cafés und Läden führt hinunter zum Hafen, der einen tollen Ausblick über die Bucht bietet. Dort kann man unter anderem auch Kajaks und Stand-Up-Paddleboards mieten oder einen Kurs belegen!

The small community of Deep Cove is located in North Vancouver and it takes some time to get there by bus. But it’s definitely worth it and great as a day trip! Why? Well, Deep Cove is made of what everyone who travels to Canada dreams about: endless woods, a crystal blue lake with small islands and on its shores the lovely little village. There is a main street with some cute cafés and shops and also a harbor with a great view of the BUCHT. Moreover you can rent canoes and spend a funny day at the lake!

Quarry Rock Hike:
Das Beste an Deep Cove ist aber ganz klar der Quarry Rock Hike. Er ist Teil des über 40km langen Baden Powell Trails und jede Anstrengung wert! Der Wanderweg schlängelt sich durch den Wald, dabei geht es über unzählige Holzbrücken, vorbei an Wasserfällen und wortwörtlich über Stock und Stein! Ich kam mir vor wie im Märchenwald von Schneewittchen! Wenn man dann schweißnass oben ankommt (Anstrengung pur, ich sags euch!) wird man mit einem phänomenalen Blick belohnt! So etwas bekommt man definitiv nicht alle Tage zu Gesicht – ich stand erst einmal zehn Minuten nur da und bin fast übergequollen vor Glück.

The best thing about Deep Cove is definitely the Quarry Rock Hike. It’s part of the over 40km long Baden Powell Trail and simply amazing! The trail snakes its way through the forest and passes countless small wood bridges, waterfalls and rock formations. I felt like I had entered the magical forest of the Snow White fairytale! The view you have when reaching the top is phenomenal and something you don’t get to see every day for sure! I stood there for what felt like eternities and was overflowing with happiness!

Cafe Orso:
Nach meinem Abstieg wollte ich noch nicht gleich wieder nach Vancouver zurück, sondern habe mich noch in ein kleines Café verzogen. Der Laden hatte gerade erst seine Eröffnung gefeiert und gefiel mir auch Anhieb – klares, modernes Design, extrem coole Angestellte und unglaublich leckere Waffeln mit Karamell! Die Kombi hatte ich davor nämlich noch nie gegessen und war hin und weg!

After I finished the Quarry Rock Hike and went down to Deep Cove again I was really craving something sweet to refuel me. The café had just opened and was so cute – clear design, extremely likeable staff members and THE BEST CARAMEL WAFFLES EVER! I had never eaten this combination before and instantly fell in love with it!

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2 thoughts on “Canada travel guide: Vancouver part 1 (Deep Cove)

  1. Klasse, wieviel Mühe Du Dir für Deine Posts gibst und Deine Leser mit Infos versorgst.

    Nerique

    Posted on 20/01/2016 at 18:47
  2. Hach sehr schön :) Aber klingt irgendwie trotzdem recht einsam (außer die 2er und 4rer Zimmer…). Hast du dich da dann auch Gruppen angeschlossen oder wie hast du das gemacht? Man lernt ja definitiv Leute kennen.

    Genu das denke ich mir auch gerade, das ist doch arschteuer im Bioladen :D

    Yeah, dann haben wir ja den gleichen Geschmack :) Auf die MAXI bin ich auch erst auf irgendeinen anderen Blogger gekommen, der die mir vor Jahren empfohlen hat. die Mutti hatte ich auch schon paar Mal, aber seitdem ich mir einen Thermomix gekauft habe, orientiere ich mich eher da dran und habe Kochbücher dazu und auch ein kostenloses Rezepteportal, weswegen ich mir dann keine Kochzeitschriften mehr kaufen.
    <3

    Posted on 22/01/2016 at 18:40