Rezension: Lost Stars (Journey to Star Wars)

Inhalt: Experience the most important events in the Star Wars universe, from the rise of the Rebellion to the fall of the Empire, through the eyes of two childhood friends – Ciena Ree and Thane Kyrell – who have grown up to become an Imperial officer and a Rebel pilot. Now on opposite sides of the war, will these two star-crossed lovers reunite, or will duty tear them – and the galaxy – apart? – via amazon.de

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so recht, wie ich mit dieser Rezension anfangen soll. Wirklich viel erwartet hatte ich von „Lost Stars“ eigentlich nicht, aber was ich dann tatsächlich bekommen habe, hat mich einfach umgehauen. Wie in einigen anderen Posts vielleicht schon deutlich geworden sein könnte, bin ich ein riesengroßer Fan von „Star Wars“ und liebe die alten Filme und Charaktere einfach. Ebenso „Rogue One“ und „The Force Awakens“ – gebt mir irgendwas, das mit „Star Wars“ zu tun hat und ich bin glücklich. Trotzdem war ich bei „Lost Stars“ skeptisch und nicht ganz sicher, ob dieses ganz besondere Gefühl auch in einem Buch transportiert werden könnte. Aber, Überraschung: Das konnte es. Und wie!

Rezension: Lost Stars (Journey to Star Wars)

„Lost Stars“ beginnt acht Jahre nach „Die Rache der Sith“ auf dem Planeten Jelucan im Outer Rim. Die beiden Protagonisten, Thane und Ciena, träumen davon, der imperialen Akademie beizutreten und Jelucan zu verlassen. Thane, weil er seinem gewalttätigen Vater entkommen will; Ciena, weil für sie Treue und Ehre das wichtigste im Leben sind und sie dem Imperium dienen möchte. In der ersten Hälfte des Buches geht es um den Werdegang der beiden innerhalb der imperialen Flotte und der Leser erfährt vor allem, warum sich so viele dem Imperium angeschlossen haben und sogar für es sterben würden.
Das war eines der Dinge, die das Buch einfach so genial gemacht haben – in den Filmen sehen wir das Imperium immer nur als „das Böse“ und die Rebellen unzweifelhaft als „die Guten“. Hier ist das anders, denn durch Thanes und vor allem Cienas Perspektive erfahren wir, dass nicht alles so schwarzweiß ist und das Imperium durchaus auch seine guten Seiten hat. Immer wieder werden bestimmte Handlungsweisen diskutiert und begründet, sodass man sich anfangs mehr als einmal fragt, ob der Freiheitskampf der Rebellen denn wirklich so nobel ist wie in den Filmen gezeigt.

Ciena und Thane sind zwei extrem gut ausgearbeitete Protagonisten, deren Entscheidungen stets nachvollziehbar sind, so sehr es manchmal auch beim Lesen schmerzt. Vor allem Cienas Ehrbegriff und Thanes Menschlichkeit spielen eine zentrale Rolle, die die gesamte Rebellion noch einmal in einem völlig anderen Licht erscheinen lassen. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist zudem angenehm unaufdringlich, überhaupt nicht kitschig und zu jedem Zeitpunkt nachvollziehbar. Vor allem zeigt sie, dass man einen anderen Menschen zwar lieben, manchmal aber trotzdem nicht einfach alles für ihn aufgeben kann.

Rezension: Lost Stars (Journey to Star Wars)

„Lost Stars“ endet kurz nach der Schlacht um Jakku, was einen wunderbaren Bogen zu „The Force Awakens“ spannt – dort sehen wir Rey nämlich vor einem abgestürzten Sternenzerstörer, der am Ende des Buches eine entscheidende Rolle spielt. Die gesamte Handlung hindurch treffen die beiden Protagonisten immer wieder wichtige Charaktere aus den Filmen, Ciena während ihres Aufstiegs in der imperialen Flotte, Thane bei seiner Zeit in der Armee der Rebellen. Interessant war hier auch der Blick auf die verschiedenen Figuren – von Han Solo und Lando Calrissian hat Thane bei der Schlacht um Endor beispielsweise noch nie etwas gehört, ebenso hält er nicht wirklich viel von Luke Skywalker und glaubt nicht an die Macht. Ciena dagegen ist eine Bewunderin Grand Moff Tarkins, lernt aber auch die grausame und gefährliche Seite von Darth Vader kennen.

Fazit: Um es kurz zu machen – ich bin begeistert. Mehr noch, „Lost Stars“ ist definitiv eines meiner Lieblingsbücher 2017, was an den grandios ausgearbeiteten Charakteren und der spannenden Geschichte liegt. Man ist einfach komplett drin in der Welt von „Star Wars“ und erlebt die Handlung der Filme aus einem komplett anderen Blickwinkel. Dabei ist „Lost Stars“ schonungslos, teilweise grausam aber trotzdem in jedem Moment nachvollziehbar. Absolute Empfehlung!

Habt ihr das Buch schon gelesen?
Und was haltet ihr generell von „Star Wars“-Büchern?

Rezension: Lost Stars (Journey to Star Wars)

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3 thoughts on “Rezension: Lost Stars (Journey to Star Wars)

  1. Das ist ja ein perfektes Buch für dich :P Freut mich, dass es dir besser gefallen hat, als du dir gedacht hast.
    Ich konnte ja früher nie Star Trek und Star Wars auseinanderhalten xD

    Freue mich auch schon rießig auf morgen und weiß gar nicht wo wir sitzen :D Bin auch gespannt, ob wir uns sehen xD

    Hihi dann freut es mich auch. War wirklich sehr lecker – ich mag ja Mohn total!

    Posted on 11/03/2017 at 18:48
  2. „Star Wars“ war noch nie meins! =) Aber vielen gefällt es ja sehr!

    Neri

    Posted on 12/03/2017 at 17:06
  3. Ich muss mich hier mal outen: ich habe noch nie einen Star Wars Film gesehen. Ich kenne keinen der Charaktere und habe generell einfach keine Ahnung von dieser Reihe… ^.^

    Posted on 13/03/2017 at 11:42