Rezension: A Darker Shade of Magic, A Gathering of Shadows, A Conjuring of Light (Vier Farben der Magie)

“I’m not going to die,“ she said. „Not till I’ve seen it.“
„Seen what?“
Her smile widened. „Everything.”

Inhalt: Kell is one of the last Antari — magicians with a rare, coveted ability to travel between parallel Londons; Red, Grey, White, and, once upon a time, Black. Kell was raised in Arnes—Red London—and officially serves the Maresh Empire as an ambassador. Unofficially, Kell is a smuggler, servicing people willing to pay for even the smallest glimpses of a world they’ll never see. After an exchange goes awry, Kell escapes to Grey London and runs into Delilah Bard, a cut-purse with lofty aspirations. She first robs him, then saves him from a deadly enemy, and finally forces Kell to spirit her to another world for a proper adventure. Now perilous magic is afoot, and treachery lurks at every turn. To save all of the worlds, they’ll first need to stay alive.

Ich kann immer noch nicht fassen, dass ich bisher nichts über “A Darker Shade of Magic” und die beiden Folgebände geschrieben habe – schließlich ist die Reihe nach dem fantastischen dritten Buch („A Conjuring of Light“) eine meiner liebsten und ich bin noch lange nicht bereit, V. E. Schwabs fantastische Welt hinter mir zu lassen! Es hat auch einige Zeit gedauert, bis ich mich überhaupt mal an die Bücher getraut habe, denn irgendwie klang der Klappentext ziemlich durchschnittlich und auch die Bewertungen auf Amazon waren teilweise eher durchwachsen. Dann habe ich mir aber doch einen Ruck gegeben und den ersten Band gelesen – und WOW.

“Aren’t you afraid of dying?“ he asked Lila now.
She looked at him as if it were a strange question. And then she shook her head. „Death comes for everyone,“ she said simply. „I’m not afraid of dying. But I am afraid of dying here.“ She swept her hand over the room, the tavern, the city. „I’d rather die on an adventure than live standing still.”

Rezension: A Darker Shade of Magic, A Gathering of Shadows, A Conjuring of Light (Vier Farben der Magie)

Wie immer erspare ich euch eine erneute Zusammenfassung des Klappentextes, den könnt ihr ja einfach oben nachlesen! Wie schon gesagt klang die Handlung für mich nicht wirklich besonders und ich würde sie auch jetzt nicht zu den originellsten und ausgefallensten zählen. Aber dafür die Welt, in der die Geschichte spielt – die ist nämlich eine der besten, über die ich je in einem Buch gelesen habe! Schwab schafft es, die vier verschiedenen Londons detailreich und nachvollziehbar zu beschreiben, sodass jedes seine eigenen Facetten und Eigenheiten besitzt. Schon alleine auf die Grundidee muss man erst mal kommen! Und auch das Magiesystem und die verschiedenen Gesellschaftsschichten sind einfach klasse, machen das Buch lebendig und sind das perfekte Setting, um die beiden Protagonisten einzuführen.

“Scars are not shameful, not unless you let them be. If you do not wear them, they will wear you.”

Kell und Lila haben es nämlich in sich! Ersterer ist ein Antari, kann also mithilfe seiner Blutmagie zwischen den verschiedenen Londons hin und her reisen. Er ist mächtig, aber dadurch vor allem am Anfang der Reihe verdammt unvorsichtig und teilweise leicht überheblich; trotzdem aber loyal, mitfühlend und einer der sympathischsten Charaktere überhaupt. Und dann ist da noch Lila – genau wie Kell ist sie nicht perfekt, sondern hat einige Charakterzüge, die mich manchmal furchtbar aufgeregt haben. Sie ist stur, waghalsig und kümmert sich anfangs nur um sich selbst. Aber genau das macht die beiden so grandios; aufgrund ihrer Vergangenheit und Erlebnisse können sie gar nicht anders sein und passen perfekt in die von Schwab erschaffene Welt. Außerdem machen Kell und Lila eine geniale Entwicklung durch und tja, was soll ich sagen, haben mir zwischendurch immer mal wieder komplett das Herz gebrochen.

“Love and loss,” he said, “are like a ship and the sea. They rise together. The more we love, the more we have to lose. But the only way to avoid loss is to avoid love. And what a sad world that would be.”

Rezension: A Darker Shade of Magic, A Gathering of Shadows, A Conjuring of Light (Vier Farben der Magie)

Ein weiterer Punkt, der mir wahnsinnig gut gefallen hat, ist die Diversität in „A Darker Shade of Magic“. In letzter Zeit habe ich vor allem auf Goodreads und anderen Seiten einige Artikel zu diesem Thema gelesen und finde es immer wichtiger, in Büchern auch darauf zu achten. Bella hat übrigens einen klasse Post geschrieben, den solltet ihr euch unbedingt mal anschauen! V. E. Schwab bindet in ihre Trilogie eine ganze Reihe unterschiedlicher Figuren ein, die alle absolut liebenswert und authentisch sind. Vor allem Alucard und Rhys waren genial und hätten im Plot definitiv nicht fehlen dürfen.

Fazit: Von mir gibt es eine klare Empfehlung für „A Darker Shade of Magic“ und die Folgebände. Ich habe zusammen mit Lila und Kell gelitten, gebangt und geweint – genau so muss eine gelungene Trilogie sein! Beide Protagonisten haben ihre Fehler, sind aber gerade deswegen so authentisch und grandios. Dazu kommen noch eine fantastische Welt und echte, glaubhafte Nebencharaktere. Unbedingt lesen!

“And come back,” added Rhy.
Kell paused. “Don’t worry,” he said. “I will. Once I’ve seen it.”
“Seen what?” asked Rhy.
Kell smiled. “Everything.”

Rezension: A Darker Shade of Magic, A Gathering of Shadows, A Conjuring of Light (Vier Farben der Magie)

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2 thoughts on “Rezension: A Darker Shade of Magic 1-3

  1. Die Schrift gefällt mir schon richtig gut und was Du schreibst klingt ja mehr als vielversprechend.

    Neri

    Posted on 14/05/2017 at 17:50
  2. Oh Gott, wenn ich das erste und letzte Zitat nur so zusammen lese, geht mir schon wieder das Herz auf <3 Ich finde es so unglaublich schwer, meine Liebe für die Reihe in Worte zu fassen, und bin echt beeindruckt, wie gut dir das gelungen ist! :) Jetzt, da der erste Teil auf Deutsch erschienen ist, wird die Reihe hoffentlich auch in Deutschland etwas mehr Bekanntheit erlangen – Schwab ist mMn einfach SO unterschätzt! Und ich muss die Trilogie unbedingt noch mal lesen, hach, ich vermisse Kell und all die anderen und selbst irgendwie Holland jetzt schon!

    Ganz im Ernst – beim Schreiben des Punkts mit dem Coverwechsel habe ich an "Die Chroniken der Schattenjäger" gedacht – hat mich auch SO unglaublich genervt damals! Aber wenigstens hatte der Verlag noch das Alternativcover angeboten, dennoch… v.a. weil die neuen Cover einfach katastrophal waren! :D

    Alles Liebe,
    Isabella

    Posted on 14/05/2017 at 17:59